Die Idee – nunja, ein wenig blumig formuliert ließe sich die „Idee“ auch als „Traum“ bezeichnen – existiert schon seit längerer Zeit: Startpunkt New York, Zielpunkt: Chicago. Dazwischen: die Niagara Fälle, Toronto, Manitoulin Island, Sault Ste. Marie und tausendundein Strand am Michigansee. In einer Woche geht’s los – und so schaut sie aus, die grob geplante Route durch Amerikas Nordosten:
Fritz-Encke-Volkspark
Ob Blücherpark, Friedenspark, Beethovenpark, Klettenbergpark, Vorgebirgspark oder Humboldtpark – mit seinen Park- und Gartenanlagen erschuf der Gartenarchitekt Fritz Encke wohlig-symmetrische Erholungsgebiete für Kölnerinnen und Kölner des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ein besonderes grünes Kleinod des kölnischen Gartendirektors ist der Fritz-Encke-Volkspark: Ein wenig versteckt in Köln Raderthal wirkt der Park mit seinem Brunnentempel wie ein funkelndes Relikt vergangener Zeiten.

Alles Gute zum fünften Geburtstag, Critical Mass Köln!
Mit dem Fahrrad in der wohl schönsten Stadt der Welt unterwegs zu sein, erfordert besonders zwei Fähigkeiten: Kreativität und Geduld. Kreativität im Umgang mit zugeparkten wurzelunterwachsenen millimeterschmalen Radwegen und Geduld mit Autofahrern, die den Straßenverkehr als darwinistische Herausforderung verstehen.
Wie schön und befreiend es ist, sich den von Kraftfahrzeugen dominierten öffentlichen Raum für wenige Minuten zurückzuerobern, zeigt regelmäßig die „Critical Mass“ in Köln. Jeden dritten Freitag im Monat treffen sich die wohl freundlichsten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer Kölns zu einer gemütlichen Radtour durch die Kölner Innenstadt. Fuhren vor fünf Jahren, am 25. Juni 2010, rund 30 Radfahrer durch die Innenstadt, so radelten am 26. Juni 2015 knapp 1000 Menschen durch die Stadt.
Alles Gute zum fünften Geburstag, Critical Mass Köln – schön, dass es Dich gibt!
Óbidos – Ein junges Mädchen in alten Zeiten
Über die mittelalterliche Kleinstadt Óbidos schreibt der portugiesische Literaturnobelpreisträger José Saramago:
Óbidos ist ein bisschen wie ein junges Mädchen in alten Zeiten, das zum Tanzen geht und darauf wartet, dass man es auffordert. Wir sehen, wie es brav und adrett auf seinem Stuhl sitzt, nicht eine Wimper bewegt und sich ärgert, weil es nicht weiß, ob sich die Stirnlocke bei der Hitze aufgelöst hat. Aber dass das Mädchen bildhübsch ist, das lässt sich nicht leugnen. (Saramago, José (2012): Die Portugiesische Reise. Hamburg, Hoffmann und Campe. S. 383).
Óbidos ist tatsächlich bildhübsch, ist verwinkelt und überschaubar klein – und durch seine schmalen Gassen schlawenzeln zahlreiche Touristen, die mit Reisebussen vor die Tore der Stadt gebracht werden.


Großartig ist die mittelalterliche Stadtmauer, auf der sich die Stadt vollständig und gemütlich umrunden lässt:

Wenngleich Saramago die „Fülle an Blumen, in Strängen von den Mauern hängenden Grünpflanzen, Beeten voller Kletterpflanzen unterschiedlicher Art und Farben, Blumentöpfe[…] selbst vor hohen Fenstern“ nicht ganz geheuer ist, offenbart sich Óbidos mit seiner im 12. Jahrhundert erbauten Kirche Santa Maria, seinem im Jahre 1570 errichteten Aquädukt – oder seinem Sauerkirschlikör „Ginja D’Obidos“ – als gemütliches Tagesausflugsziel, das sich mit dem öffentlichen Bus gut und günstig erreichen lässt (vom Busbahnhof in Peniche dauert die Anreise rund 45 Minuten und kostet 3,20 Euro (Juli 2014)).








