Ein echter Geheimtipp (ehrlich jetzt): Fushimi Inari-Taisha

Wie die Burg von Himeji und der Bambuswald von Sagano-Arashiyama, so ist auch der Shintō-Schrein „Fushimi Inari-Taisha“ ein Testareal für neuestes Kamera-Equipment und freshestes Posen. Anders als in Himeji und im Bambuswald jedoch entspannt sich die Lage nach ein paar Spazierminuten: Tausende Torii säumen den Weg auf einen mehr als 200 Meter hohen Berg, auf dessen Spitze das Allerheiligste des Schreins thront.

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Ein echter Geheimtipp II: Der Bambuswald von Sagano-Arashiyama, Kyoto

Dachte ich vor unserer Reise an Japan, so stellten sich meinem inneren Auge zwei Bilder dar: Zum einen das Bild eines orangefarbenen Säulengangs, zum anderen das Bild eines menschenverlassenen Bambushains. Ach ja, durch den Bambushain wandelt zudem einsam und weltvergessen ein in orangefarbenen Zwirn gehüllter Mönch.

War die Burg in Himeji schon eine Gelegenheit, flüchtige Bekanntschaft mit ganz vielen Menschen aus ganz vielen Ländern der Welt zu machen, so lässt sich der Bambuswald von Sagano-Arashiyama in Kyoto im Nordwesten der Stadt wohl als Touri-Endboss bezeichnen: Gemeinsam mit sehr vielen Menschen lässt’s sich hier durch den – zugegeben, wirklich imposanten – Bambuswald spazieren. Weil die physische Präsenz im ach so besinnlichen und meditativen Bambushain jedoch individuell mit 1023 Fotos belegt werden muss, ist’s leider nicht so richtig entspannt in einer DER Kyotos Sehenswürdigkeiten. Kann man sich tatsächlich eigentlich sparen – oder man findet einen jener seltenen Momente, in dem der Bambushain nicht völlig überlaufen ist. 😉

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Lecker Essen gehen in Kyōto: Omen und Kerala

Kyōto ist eine tolle Stadt und es benötigte wohl ein ganzes Jahr Vollzeiturlaub (und noch länger), um die unzähligen wunderschönen Plätze zu entdecken, die Kyōto so lebenswert machen. Genauso gut wie die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind auch die Restaurants, die leckerstes Essen servieren. Zwei Restaurants sollte man sich bei einem Besuch der Stadt nicht entgehen lassen: Kerala, in dem indisches Essen serviert wird und das Omen Restaurant, das die gleichnamigen Nudeln serviert. Mjam!

Adresse Omen: 74 Ishibashi-cho, Jodo-ji, Sakyo-ku bzw. 左京区浄土寺石橋町74
Das Restaurant bei Google Maps ist hier lokalisiert.

Adresse Kerala: Kawaramachi, Nakagyoku | 2F KUS Building, Kyoto 604-0827 bzw. 〒604-0827, 中京区河原町三条上ル, KUSビル 2F
Hier findet sich das Restaurant bei Google Maps.

Restaurant Omen in KyotoRestaurant Kerala in Kyoto

 

Chion-in (知恩院), Kyoto

Der buddhistische Tempel Chion-in befindet sich im Kyoter Stadtbezirk Higashiyama und imponiert zuallererst durch sein riesig großes Eingangstor („Sanmon“). Besonders beeindruckt hat mich der „Nachtigallenboden“ (鴬張り, uguisubari) in den Verbindungsgängen des Tempels (gibt’s auch in der Burg Nijō): Jeder Schritt auf dem Holzboden verursacht ein zirpendes Geräusch, das vor Eindringlingen warnt (ein Videoversuch, das Zirpen aufzunehmen, findet sich weiter unten).

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Warm werden mit einer japanischen Klimaanlage

Schenkt man einem Beitrag der FAZ Glauben, gibt’s in Japan keine Zentralheizungen. Geheizt würde, so der Beitrag, vornehmlich mit Kerosin- oder Gasöfen und / oder Klimaanlagen. Gut zu wissen, denn in unserem gemütlichen kleinen Zimmer im Norden Kyotos verbrachten wir die erste Nacht zwar nicht zähneklappernd, dennoch tief eingemümmelt in eine dicke Bettdecke.

Für den nächsten Abend und die kommende Nacht galt’s jedoch, das Rätsel um den weißen nonfunktionalen Plastikkasten an der Decke und die Fernbedienung, eine Ansammlung anmutigster Schriftzeichen, zu lösen. Das erste Problem löste sich schnell: Die Sicherung der Klimaanlage (weißer Kasten) war einfach nicht eingeschaltet. Das zweite Problem erforderte detektivische Finesse und viel Geduld. Um’s abzukürzen: 1000 Dank an die unzähligen Blogs da draußen, die vor demselben Problem standen und erklärten, dass 暖房 (danbou) den Heizmodus und 冷房 (reibou)den Kühlungsmodus der Klimaanlage aktivieren. 🙂

Fernbedienung einer japanischen Klimaanlage

Link-/Blogtipps: