Grenzübertritt von Thailand nach Kambodscha

Die Grenze von Thailand nach Kambodscha ließ sich wesentlich entspannter passieren als in unzähligen Berichten (Blogs, etc.) gelesen. Nach der knapp sechsstündigen Zugfahrt von Bangkok nach Aranyaprathet (Start vom Bahnhof Hualamphong in Bangkok um 5.50 Uhr morgens für weniger als 50 Baht) gilt vor allem eins: Nichts aufschwatzen lassen, orientieren und dann auf zum Auschecken aus Thailand. Beachten: Hierfür ist noch nicht das kambodschanische Visum erforderlich(!), einzig das Ausreisepapierchen aus Thailand.
Anschließend geht’s weiter zum Kambodschahaus (großer Bau, unverfehlbar) – oder direkt neben dem Bau zu drei doch recht dubios wirkenden uniformierten Männern unter einem Strohdach, die für den Standardpreis von 1000 Baht für das kambodschanische Visum allerlei Spaß bieten: Während wir noch das Papier zur Ein- und Ausreise nach/aus Kambodscha ausfüllen, verschwindet einer der Drei mit unseren Reisepässen. Wenige Minuten später ist er wieder da und zeigt uns freudestrahlend die kambodschanischen Visa in unseren Pässen.
Anschließend noch einen weiteren Stempel abgeholt und es ist geschafft: Wir sind in Kambodscha!

Hinter der Grenze geht’s mit dem Taxi, Minibus oder einem anderen Transportmittel in die Stadt Siem Reap – alles deutlich entspannter, als ich mir das ob der vielen negativen Berichte, die ich vorab gelesen habe, ausgemalt habe.

Grenzübertritt von Thailand nach Kambodscha

Zurück in Bangkok

Tschüss Chiang Mai, hallo (again) stickiges Bangkok! Nach knapp fünf wunderbaren, erholsamen Tagen in Chiang Mai haben wir uns aufgemacht nach Bangkok, um von dort aus morgen nach Kambodscha weiterzureisen. Anstatt des Reisebusses haben wir die Strecke Chiang Mai – Bangkok nun mit dem Nachtzug bewältigt – und es war eine richtig feine Sache. Für uns zwei kostete die Fahrt mit dem „Special Express“, 2. Klasse, rund 1600 Baht (knapp 42 Euro) und war wesentlich entspannter und gemütlicher als mit dem Bus (500 Baht pro Person). Zunächst dachten wir, es kämen noch zwei Fahrgäste zu uns in das Abteil, doch zu unserer Freude hatten wir das Abteil für uns und konnten die Nacht gemütlich und liegend verbringen. Besonders schön war der Sternenhimmel für die Gäste, die nur wenig schliefen 😉 Zugfahrt von Chiang Mai nach Bangkok

Zugfahrt von Chiang Mai nach Bangkok

Zugfahrt von Chiang Mai nach Bangkok

Zugfahrt von Chiang Mai nach Bangkok

Chiang Mai – Wat Chiang Man

Wie ruhig es in dieser beschaulichen Tempelanlage im Norden Chiang Mais ist! In Anbetracht des respektvollen Umgangs mit- und zueinander, wie es in Chiang Mai häufig wahrzunehmen ist, relativieren sich christliche Werte und Umgangsformen, wirken mitunter plötzlich dumpf und aggressiv – oder ist das nur der übliche Urlaubsidealismus?

Chiang Mai - Wat Chiang Man

Chiang Mai - Wat Chiang Man

Chiang Mai - Wat Chiang Man

Chiang Mai - Wat Chiang Man

Mit dem Bus von Bangkok nach Chiang Mai

Geschafft. Die holprige Strecke schien selbst dem Busfahrer nicht geheuer zu sein – warum sonst hat er sich ein Gebets- und Glücksband am Straßenrand gekauft?
Nach mehr als 10 Stunden Busfahrt (der Nachtzug war leider völlig ausgebucht) sind wir jetzt in Chiang Mai im Norden Thailands – und es ist so schön, ruhig und entspannt hier!

Mit dem Bus von Bangkok nach Chiang Mai

Bangkok – Tuk Tuks

Bangkok - Tuk Tuks

Keine fünf Minuten vergehen, bevor der Versuch, sich mit Hilfe eines (viel zu grob aufgelösten) Stadtplanes in der Megacity Bangkok zurechtzufinden, von saftigem Knattern und Quietschen unterbrochen und aufgeheitert wird.
Steht das Tuk Tuk (eine Mischung aus Rasenmäher, Mofa und Düsenjet, nur schneller, wendiger und benzindurstiger) erst einmal in Gesprächsweite, kennt so mancher Fahrer (es gibt auch allerlei entspannte Fahrer, das muss gesagt sein) kein Halten und Pardon mehr und regt eine Konversation in Gang, die selbst Loriot vor Neid hätte erblassen lassen. Dabei folgt das Gespräch zumeist der folgenden Struktur und Logik:

Auftakt
„Aaah, Hello! Bus Station is there, you see?“
(Weist in irgendeine Richtung, die Eck‘ ‚erum)
„Oh, ok, Thank You!“
(Tuk Tuk Fahrer versucht, desinteressiert zu wirken.)
„Where are you from?“
„Germany.“
„Aaah, Germany! Very Good!“
(Daumen-in-die-Luft-streck)
„Munich? Frankfurt?“
„We’re from Cologne“
„Aaah, Cologne! FC Cologne!“
„Oooh yes, FC Cologne!“

Hauptteil
„Where do you go?“
„We’re just walking…and looking…knipsing…und so.“
„Oooh, by foot! It’s too far!“ (ernste, um unser Wohl besorgte Miene)
„Hm. But we just would like to go in the park there“ (Entfernung rund 100m)
„It’s closed.“ (im Hintergrund schreitet eine Gruppe chinesischer Touristen durch die Parkanlage)
„Oh, hm, ok. Thank you.“

„Have you seen Lucky Buddha, Black Buddha, …? I take you there. 20 Baht.“
„No, thank you.“
„Ooohkeee!“ (Augenzwinkern) „10 Baht!“
„No, Thank You, we’re going in the park after some Orientiering.“
„Ok. How long do you stay in Bangkok.“
„We’re travelling to Chiang Mai this Evening.“
„Oooh, Chiang Mai! Do you have tickets?“
„Yes.“ (extra direkt bei der offiziellen Thai Government Buslinie gekauft, um nicht über den Tisch gezogen zu werden)
„Oooh, Chiang Mai! …Do you have tickets?“
„Yes, we have tickets.“
„Where you buy tickets?“
„At the Bus Station“
„Oooh, Bus Station not good. Turbo-Touri-Abzock-Office (TTAO) very good! I drive you there so you can buy tickets to Chang Mai.“
„Hm…we already have tickets.“
(Der Fahrer schaut sich um, keine weiteren Touristen in Sicht)

Schluss
„So — have you seen Black Buddha? Lucky Buddha?“
„No, Thank You.“
(Der Fahrer lässt den Motor seines Geschosses wieder an, verschwörerischer Blick): „Here, sit!“
„No, Thank You.“
„Come ooooon. Sit. Black Buddha – Lucky Buddha — 10 Baht!“

Am Horizont erscheinen weitere Touris. Ein letzter Blick und er braust davon.

Bangkok - Tuk Tuks

Bangkok – Wat Phra Kaew & Grand Palace

Gut, 400 Baht Eintrittspreis pro Person ist nicht so richtig günstig, aber es lohnt sich: Ob die tollen Wandgemälde, die reizüberflutende Unzahl schimmernder Gebäude, Statuen, Farben oder der schicke Zwirn (Joggingbutz und Sari), den wir uns am Eingang leihen mussten – Wat Phra Kaew und der Grand Palace sind ein beeindruckendes Großod Bangkoks.

Bangkok - Wat Phra Kaew & Grand Palace

Bangkok - Wat Phra Kaew & Grand Palace

Bangkok - Wat Phra Kaew & Grand Palace

Bangkok - Wat Phra Kaew & Grand Palace

Bangkok - Wat Phra Kaew & Grand Palace

Bangkok - Wat Phra Kaew & Grand Palace

Bangkok - Wat Phra Kaew & Grand Palace

Vor der Reise: Impfungen & Co.

Wer reisen will, muss leiden – so lassen sich die vergangenen Wochen meiner Reisevorbereitung kompakt formulieren. Die medizinische Reiseberatung bei der Hausärztin deckte einige Impflücken auf, die vor der Reise freilich geschlossen werden sollten. So bin ich nun – im Laufe der vergangenen vier Wochen – geimpft gegen Tollwut, Typhus, Hepatitis A und B, Tetanus, Diphterie und Polio, sowie Masern, Mumps und Röteln.

Abgesehen von einem Tag in ziemlicher Abgeschlagenheit nach der Tetanus & Co.-Auffrischung und einem fröhlich die Farbe wechselnden blauen (grünen, gelben, …) Fleck an der Einpieks-Schulter kann ich keine abenteuerlichen Nebenwirkungen und Folgen der Impfungen berichten – die kreativen Berichte im WWW über gruselige Impfreaktionen („plötzlich fiel mir der Arm ab“, „nach der Impfung regnete es ununterbrochen und mein Auto sprang nicht mehr an“) lassen sich da mitunter auf eine übersteigerte körperliche Wahrnehmung nach der Impfung zurückführen.

Informationen zu Impfungen stellt das Robert Koch Institut bereit; aktuelle Empfehlungen finden sich im „Epidemiologischen Bulletin“ der Ständigen Impfkommission.